3. September 2026

Gewässerwärme: Potenziale nutzen, Genehmigungen praxistauglich gestalten

Sieben Landesenergieagenturen begrüßen das Papier der Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zur ökologisch verträglichen Nutzung von Gewässern zur Wärmegewinnung. Zugleich fordern sie in einer gemeinsamen Erklärung praktikable Vorgaben für die Nutzung von Umweltwärme aus Gewässern.

Flüsse und Seen bieten ein erhebliches Potenzial für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Mit Hilfe von Großwärmepumpen kann Wärme aus Gewässern gewonnen und über Wärmenetze für Haushalte und Gewerbe bereitgestellt werden. Durch die kommunale Wärmeplanung rücken diese Potenziale zunehmend in den Fokus von Kommunen und Energieversorgern.

Bei der Nutzung von Gewässern zur Wärmeversorgung sind unterschiedliche Belange sorgfältig miteinander in Einklang zu bringen. Ziel sollte es sein, ökologische Anforderungen, Klimaschutz und wirtschaftliche Belange zu berücksichtigen. Das aktuelle Papier der Bund-/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) schafft erstmals eine fachliche Grundlage für die Bewertung und Genehmigung solcher Projekte. Diese Orientierungshilfe wird durch die beteiligten Landesenergieagenturen ausdrücklich begrüßt. Gleichzeitig wird der Bedarf für eine Weiterentwicklung gesehen, um vermeintliche Hürden abzubauen und somit der Genehmigung und Umsetzung von Gewässerwärmeprojekten den Weg zu ebnen.

Zentrale Botschaft der gemeinsamen Erklärung ist daher der Bedarf nach fachübergreifendem Dialog auf Augenhöhe. Die Landesenergieagenturen adressieren die obersten Fachbehörden der Länder, den Austausch zwischen Wasserwirtschaft, Naturschutz, Energiewirtschaft, Wissenschaft und den Autoren des LAWA-Papiers weiter voranzubringen.

Für eine erfolgreiche Wärmewende braucht es innovative Lösungen, klare Rahmenbedingungen und vor allem den gemeinsamen Willen, praktikable Wege zu finden. Gewässerwärme kann ein wichtiger Baustein der Wärmewende werden – wenn ökologische Anforderungen und praktische Umsetzbarkeit zusammen gedacht werden.