24. August 2026

Besuch des eaD-Vorstandes bei SOLAR MATERIALS in Magdeburg

Berlin/Magdeburg (24.08.2026): Mit steigenden Investitionen in Photovoltaik-Anlagen wächst auch die Zahl der später stillzulegenden Solarmodule und somit der Materialien, die in der Regel nach 20 Jahren Betriebszeit entsorgt werden müssen. Hersteller von Solarmodulen sind gesetzlich dazu verpflichtet, Solarmodule kostenlos zurückzunehmen und in den Wertstoffkreislauf zu überführen. Das regelt die EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte. In Deutschland bestimmt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG), dass die Recyclingquote bei Solaranlagen bei mindestens 80 Prozent liegen muss.

Wie das Recyceln alter Solarmodule in der Praxis aussieht, wird sich der Vorstand des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V. am heutigen 24.08.2026 direkt vor Ort bei SOLAR MATERIALS anschauen. „Für eine nachhaltige Umsetzung der Energiewende ist es nicht nur wichtig, den Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben. Es muss auch sichergestellt sein, dass die für den Einsatz der Erneuerbaren Energien verwendeten Rohstoffe später wieder sicher in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden“, so der Vorstandsvorsitzende des eaD Marko Mühlstein von der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH. „Mit einer Rückgewinnungsquote von 99 Prozent und über 70 Mitarbeitenden ist das 2021 gegründete Unternehmen SOLAR MATERIALS auch ein wirtschaftlicher Faktor für den Standort Magdeburg und daher wollen wir uns vor Ort ein konkretes Bild davon machen, wie die Rohstoffrückgewinnung in der Praxis umgesetzt wird.“

Seit Oktober 2023 betreibt SOLAR MATERIALS eine zertifizierte Erstbehandlungsanlage und einen Entsorgungsfachbetrieb nach ElektroG. „Mit einer Jahreskapazität von 14.000 Tonnen“, führt Dr. Jan-Philipp Mai, Co-Founder und CEO bei SOLAR MATERIALS aus, „schaffen wir so die Grundlage für die industrielle Skalierung der solaren Kreislaufwirtschaft, denn Milliarden ausgedienter Solarmodule enthalten kritische Rohstoffe – Silber, Silizium, Glas, Aluminium – die mit herkömmlichen Verfahren nicht zugänglich sind.“

 

Zum Hintergrund des eaD: Der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V. ist als Verband mit 39 Energie- und Klimaschutzagenturen und über 1.500 Mitarbeitenden in allen 16 Bundesländern mit Landes- und regionalen Agenturen vertreten. Der eaD e. V. setzt sich aus den gewonnenen laufenden Praxiserfahrungen für den eingeschlagenen Weg einer Klimaneutralität im Gebäudebereich 2045 ein, wirkt als bundesweites Netzwerk und bietet die Brücke zwischen Bund, Ländern und Kommunen an. Dabei verfügt der eaD e. V. über einen breiten Erfahrungsschatz u. a. von der Energieberatung vor Ort bis hin zu regionalen bzw. landesweiten Impulsprogrammen und initiiert die Umsetzungsschritte am Markt u. a. mit Expertisen, Handlungsempfehlungen und Angeboten für die Marktakteure. Der Vorstand des eaD besteht aus Marko Mühlstein (Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH), Peter-M. Friemert (ZEBAU GmbH), Anja Lippmann-Krüger (Klimaschutzagentur Weserbergland), Christian Mildenberger (NRW.Energy4Climate | Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz) und Dr. Annika Mannah (Klimaschutzagentur Region Hannover GmbH). Ehrenvorsitzender des Verbandes ist Michael Geißler (Berliner Energieagentur GmbH).